Kammerschauspieler Wolfgang Hübsch schlüpft seit vielen Jahren immer wieder in die Rolle des Brusco- mit großem Erfolg. Hübsch mag diesen eitlen, überheblichen Hauptdarsteller Bruscon, er mag Thomas Bernhards wunderbaren Text. Er erkennt sich selbst zwar nicht in der Rolle, doch aber so manch anderen mit dem er im Laufe der Zeit zu tun hatte. Das Künstlerdrama rund um den Familientyrannen Bruscon spielt im trostlosen Tanzsaal im Gasthof "Schwarzer Hirsch" in Utzbach. Bruscon und seine Schauspielerfamilie – seine hustende, lungenkranke Frau, sein unbegabter Sohn Ferrucio und die nicht seinen Ansprüchen entsprechende Tochter – bereiten die Komödie „Das Rad der Geschichte“ vor. Bruscon nörgelt und schimpft und kritisiert und klagt den ganzen Nachmittag. Als dann das Stück beginnen kann, verscheucht ein fürchterliches Gewitter und ein dadurch ausgelöster Brand das Publikum. Bruscon im Kostüm des Napoleons, sinkt erschöpft auf einem Stuhl zusammen.
„Hübsch zieht alle Register seines Könnens - kostet Bernhards Tiraden genüßlich aus. Zeigt aber auch Bruscons innere Gebrochenheit. Gezielt setzt Hübsch die Pointen und sorgt für Lacher.“ KURIER