Orchidee
Pippo Delbono

Wiener Festwochen 2016
Saison 2015/2016
Infos zur Produktion
Schauspiel / Österreich-Premiere / Modena
In Pippo Delbonos Theaterarbeiten gibt es keine festgelegten Rollen, die Bühnenhandlungen folgen einer offenen Dramaturgie, entziehen sich dem herkömmlichen Begriff der Inszenierung. Hier steht der Regisseur selbst auf der Bühne: Groß, stämmig, mit schütterem Haar und langen Armen bewegt sich Pippo Delbono mit Leichtigkeit im Raum, tanzend wie ein Kind. Und dann sind da noch der alte taubstumme Bobò, den Pippo vor dem Irrenhaus rettete, und Gianluca, der als Transvestit erscheint – gemeinsam versuchen sie, die Kunst von Künstlichkeit zu erlösen, das Spiel in eine Beichte zu verwandeln.
Dass die Orchidee »die schönste und die heimtückischste Blume zugleich ist und es einfach unmöglich ist, eine echte von einer künstlichen zu unterscheiden«, inspirierte Pippo Delbono zu seinem Werk Orchidee. In dieser Arbeit konfrontiert er das Natürliche mit dem Künstlichen, die Körper auf der Bühne mit eingefangenen Videosequenzen – eine Bilderflut im Revuestil, üppig, drastisch, circensisch und doch subtil berührend. Egal ob ein Dokumentarfilm vom Tod der geliebten Mutter, Landschaften von überwältigender Schönheit oder ein ekstatischer Monolog von Delbono selbst – alles spricht vom unentwirrbaren Chaos, in das wir hineingeboren sind, und vom Halt, nach dem wir suchen.
Pippo Delbono ist erstmalig in Wien zu Gast.
Konzept, Inszenierung, Bilder und Film Pippo Delbono
Licht Robert John Resteghini
Technik Fabio Sajiz
Ton Giulio Antognini
Licht und Video Orlando Bolognesi
Kostüme Elena Giampaoli
Bühnenmeister Gianluca Bolla
Musik Enzo Avitabile und Deep Purple, Miles Davis, Philip Glass, Victor Démé, Joan Baez, Nino Rota, Angélique Ionatos, Wim Mertens, Pietro Mascagni
Produktionsleitung Alessandra Vinanti
Organisation Silvia Cassanelli
Mit Dolly Albertin, Gianluca Ballarè, Bobò, Margherita Clemente, Pippo Delbono, Ilaria Distante, Simone Goggiano, Mario Intruglio, Nelson Lariccia, Gianni Parenti, Pepe Robledo, Grazia Spinella
Produktion
Emilia-Romagna Teatro Fondazione – Compagnia Pippo Delbono, Nuova Scena – Arena del Sole – Teatro Stabile di Bologna, Teatro di Roma, Théâtre du Rond Point, Paris, Maison de la Culture d’Amiens – Centre de Création et de Production
Dank an Cinémathèque suisse Lausanne, Touhami Ennadre
Sprache: Italienisch mit deutschen Übertiteln
Dauer: 2 Std., keine Pause
Publikumsgespräch: 17. Juni, im Anschluss an die Vorstellung
Preise: Euro 15,- bis 48,-
Festwochen-Service Telefon: 01/589 22 22
Salongespräch
Keine Einsamkeit ohne Kommunikation
mit Pippo Delbono (Orchidee), Paulus Hochgatterer (Schriftsteller, Kinderpsychiater) u. a.
Eintritt frei, 28. Mai, 11 Uhr, Festwochen-Zentrum im Künstlerhaus
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